Am letzten Sonntag (19.1.25) war es mal wieder soweit. Die Fietsbeurs in Dessel war angesetzt. Allerdings war in den sozialen Medien angekündigt, dass diese Börse die zwölfte aber auch die letzte in Dessel sein würde. Die bisherigen Organisatoren und Helfer hatten anscheinend keine entsprechenden Nachfolger gefunden. Zu wenig Nachfrage und zu wenig Publikum können es nicht gewesen sein, wenn man den Besucherandrang und die vollen Hallen der letzten Jahre gesehen hat.

Somit war die Anfahrt auch von ein bisschen Wehmut begleitet. Pünktlich um 6:00 Uhr starteten wir Richtung Dessel. Bist zur niederländischen Grenze wurde die Fahrt durch starken Nebel begleitet, aber wir kamen zügig durch. Verwundert waren wir allerdings, als wir auf den Parkplatz zu fuhren, der noch gähnend leer war, um dann an der Kasse festzustellen, dass wir als Besucher eine Stunde zu früh waren. Somit blieb Zeit, eine Bäckerei zu suchen und uns für den Andrang an den Verkaufstischen mit einigen Stückchen Kuchen zu stärken. Bereits kurz vor zehn hatte sich eine lange Schlange vor der Halle gebildet, die ebenfalls davon zeugte, dass die Nachfrage weiterhin groß ist.



In diesem Jahr gab es sogar einen Raum mehr für Verkaufsstände, da die Standanmeldungen im bisherigen Umfang nicht anders untergebracht werden konnten. Die meisten Mieter hatten wieder ihre alt angestammte Positionen, so dass man bald Schlafwandlerisch an den Ständen die erste Runde machen konnte, da man schon wusste, wo man am ehesten fündig werden wurde.


In diesem Jahr war meine Einkaufsliste sehr überschaubar, dennoch hatte ich nach dem ersten Rundgang die Befürchtung, dass wie in jedem Jahr ein Großteil der Positionen weiter auf dem Zettel unabgehakt verbleiben würde und sich in meinem Rucksack eher andere Bauteile einfinden würden.


Wie in jedem Jahr traf man bekannter Händler und Mitglieder aus dem Rennrad Forum, für die die Fietsbeurs in Dessel in den letzten Jahren zur festen Instanz geworden war.
Neu dazugekommen war ein Händler aus England, bei dem sich herausstellte, dass wir beide Mitglied des Veteran Cycling Club sind. Wir haben uns dann gleich für die 70-Jahrfeier des VCC verabredet.

Überraschenderweise konnte ich meinen Einkaufszettel zu nahezu 90 % abarbeiten. Es fehlten zum Schluss nur noch ein paar Kleinteile. Den Satz Holzfelgen um den ich sicherlich zehnmal herumgeschlichen bin, habe ich zum Schluss dann doch nicht erworben. Ich weiß nicht, ob es mir in den nächsten Wochen leid tun wird, allerdings stehen erst einmal andere Rennrad-Aufbauten an, für die Holzfelgen fehl am Platz wären.
Mit nahezu abarbeite Einkaufszettel und fast leerer Geldbörse fand ich dann auch genügend Zeit, um endlich einmal die belgischen Pommes nebenan zu kosten. Damit ist sichergestellt, dass ich dieses Erlebnis genossen habe, sollte es wirklich dabei bleiben, dass die Fietsbeurs in Dessel 2025 die letzte gewesen sein sollte. Dank auf diesem Weg an die Organisatorin und vielen Helfer für 12 Jahre Fietsbeurs in Dessel.
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