Ein Freund von mir sagt immer, er muss zu den anonymen Fahrradsammlern beziehungsweise eine Therapie machen, um von seiner Fahrradsucht zumindest vorübergehend geheilt zu werden.
Meine Fahrradabstinenz beziehungsweise die Abstinenz über meine Fahrradsammlung und Leidenschaft zu schreiben, hatte ganz andere Gründe. Nachdem ich in den Ruhestand gegangen war und damit meiner kleinen Ausstellungmöglichkeit im Büroraum beraubt, ballte sich alles im Fahrradkeller. Dazu kamen unterschiedliche private Entwicklungen und schon war ein Jahr vorbei, ohne dass ich viel an meinem Hobby getan hätte. Eine geplante Radtour mit Freunden fiel aus gesundheitlichen Gründen ebenfalls aus.

Natürlich hat sich meine Leidenschaft für das Fahrradfahren und die Sammlung alten Rennräder nicht verändert. Damit ich die Räder auch in den kalten Monaten immer vor Augen habe, habe ich für mich einen Bildband zusammengestellt, indem ich immer genüsslich blättern kann, wenn ich auf dem Sofa sitze. Auch sind viele Ideen entstanden, wie ich meine Sammlung so präsentieren kann, dass darunter nicht gleich der Haussegen leiden muss. So habe ich endlich mal kräftig in meinem Arbeitszimmer sortiert, so dass zumindest die Flächen oberhalb des Bücherregals frei geworden sind und ich einige Fahrradrahmen nun dort präsentieren kann. Als Nächstes muss nun der Keller wirklich endlich mal aufgeräumt werden, damit die zahlreichen Projekte weitergeführt und neue begonnen werden können. Dagegen spricht jedoch aktuell das schöne Wetter an den ersten warmen Frühlingstagen, die mehr zum Radeln als zum Schrauben animieren.
Ganz untätig war ich allerdings in den letzten Monaten auch nicht und meine Sammlung hat sich sogar etwas erweitert. Ein wunderschöner und seltener Rahmen, ein Raleigh Mark IV Professionell, hat das vorläufige Ende einer Weltreise bei mir gefunden. Ausführlich werde ich aber die Geschichte an anderer Stelle einmal erzählen.



Auch ein schöner SBDU – Rahmen ist zumindest schon mal halb vollendet. Es sind manchmal die Kleinigkeiten, die einen dann wirklich in seinem Schaffensdrang zurückwerfen und sei es nur die Schelle des Bremsgriffs die um 2/10 mm zu eng ist und einem das entsprechende Werkzeug fehlt, um diese aufweiten zu können. Die ganze Geschichte dieses Rades und des Aufbaues mit Zeus (sprich Ze:us) Komponenten folgt auch in nächster Zeit ganz ausführlich.

Auch sehne ich mich, danach, endlich das Harry Rench Tandem fahrbereit zu kommen, um mit meiner Frau gemeinsame Touren unternehmen zu können. Ach ja, und dann steht da ja noch das spannende Saxon mit geteiltem Sattelrohr. Auf einen Rahmen mit geteiltem Sattelrohr habe ich schon seit längerem spekuliert, aber es sollte natürlich ein englischen Fabrikat sein.



Ihr seht, Themen gibt es viele, und so werde ich mich in nächster Zeit daran setzen, mal wieder einiges für meinem Blog zu Papier zu bringen.
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