Standert – The new home

War ich noch im Dezember in der alten Location von Standert in der Invalidenstraße und habe Abschied und ein paar Schnäppchen mit – genommen, so ergab sich zwischen kolektif bike fair und last man standing ein Besuch im neuen Shop in der Friedrichstraße 23a. In der Invalidenstraße hatte seinerzeit alles begonnen, vom Bike-Cafe zu Standert Bicycles. Eine dichte Packung Fahrrad, Zubehör, Cafe und Werkstatt. Bikes im klassischen Stil aus Stahl standen auf dem Programm: Herr und Frau Standert prägten mit klassischen Accessoires das Bild.

Die Zeiten wandeln sich, der Stil der Räder geht ein wenig weg vom klassischen Renner und Randoneur zu sportlichen Geometrien. Zwar sind die Stadträder noch im Programm aber es dominieren Modelle mit den bezeichnenden Namen wie Pfadfinder, Triebwerk und Kreissäge. Die „Umlaufbahn“ stellt ein reinrassiges Bahnrad dar.
Die Räder zeigen sich absolut puristisch auf Fahrspass, Dynamik und Vortrieb ausgelegt. Damit ist die neue Location nur folgerichtig. Die Friedrichstraße 23a ist nicht ein Laden im historischen Teil der Shopping-Street sondern im neuen Quartier Frizz 23 angesiedelt. Eine Gemeinschaft aus Büros, Wohnen und Läden.

Die sachliche Architektur des Ladens passt zu den reduzierten Rädern der neuen Generation von Standert und Fahrräder passen zum Quartier aus Gemeinschaftsprojekten, Upcycling-läden und der Nähe aus Wohnen und Arbeiten. Im Umfeld hippe Kneipen und Frühstückscafes. Gelebte Videos für den Bikestil sozusagen.
Sichtbeton an den Wänden, geschliffener Estrich als Boden.

Die Räder stehen auf Podesten die an Stahlträger erinnern oder sind an der Wand auf filigranen Stahlprofilen aufgereiht. Gleich vorn eine separate Ecke für die Bikefashion von Standert. Hinten die Werkstatt für die Räder.

Die Raumtrennung dient der Präsentation des „Projekt Compact“ das mit Marks Walter, einem Physiotherapeuten entstanden ist. Zwar dominiert bei den Rädern an den Wänden (noch) das klassische Schwarz aber die zahlreichen Farbkombinationen zeigen dass die Typenvielfalt sich auch in den Lackierungen wiederfindet. Der Rhythmus der Farben stehen für den Standert-Look und dennoch sorgt das Kombinationsrepertoire für die Individualität.
Und ein bisschen Nostalgie findet sich in einem kleinen Detail: die Preisschildchen aus Einzelziffern erinnern mich an den Laden meiner Großeltern, in dem man diese Ziffern in Schienen hin- und her schieben konnte.
Mit der Friedrich 23a geht Standert einen konsequenten Schritt weiter in der Festigung ihrer Produkte in der Fahrradszene. Das Team um Max von Senger und Etterlin entwickelt sich damit weiter als prägender Faktor in der Bikewelt jenseits von Großherstellern und Mainstream.

Ach ja: einen Kaffee gibts auch noch

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